Arbeitsreicher Neujahrsempfang mit Riesenbeteiligung

Die Grünen im Kreis trafen sich am letzten Samstag zum Neujahrsempfang in Dornstetten. Wer sich auf Sekt und Häppchen gefreut hatte, mußte sich allerdings gedulden. Denn zunächst wurde erstmal gearbeitet und mit angepackt, „wie sich das für uns Grüne so gehört“, so Frank Ritthaler. Schließlich beginnt nun die heiße Phase des Wahlkampfs, und da wartet eine ganze Menge Arbeit auf die ehrenamtlichen Helfer. Wahlplakate und Flyer standen zur Verfügung, dazu waren die erforderlichen bürokratischen Vorgaben der einzelnen Städte und Gemeinden im Kreis organisiert. Denn überall herrschen unterschiedliche Regeln, wann, wo und wieviele Plakate aufgehängt werden dürfen. Für alle Orte meldeten sich schnell Freiwillige, die sich ihre benötigten Unterlagen zusammenstellten. Dabei bewiesen einige schon sehr viel praktische Erfahrung, die sie mit den „Neuen“ gerne teilten.

Danach ging’s zum Aufwärmen ins Café Wohnzimmer am Marktplatz, wo vor allem heiße Getränke gefragt waren. Frank Ritthaler zeigte sich in seiner Ansprache kämpferisch, „das wird unser Jahr, ich spüre das, wir wollen den nächsten Ministerpräsidenten stellen. Erst holen wir auf, dann überholen wir, denn jetzt geht es um alles“, beschwor er die Runde. Mit den Themen Wirtschaft, Klima, Bildung wollen die Grünen die Kompetenzen von Cem Özdemir herausstellen. „Schließlich wollen 39 Prozent der Leute Cem Özdemir direkt zum Ministerpräsidenten wählen. Er bringt uns nach vorne, er bringt die Menschen zusammen, statt zu spalten“, sagte Ritthaler. Außerdem: Cem Özdemir höchstpersönlich kommt am 6. Februar um 16 Uhr nach Freudenstadt in die „Waldlust“, um über diese Themen zu sprechen.

Aber es gibt für Frank Ritthaler noch einen zweiten Grund für seinen Optimismus – und der heißt Daniel Belling. „Er will Geschichte schreiben und der erste grüne Landtagsabgeordnete im Landkreis Freudenstadt werden“. Jetzt zähle jedes Plakat, jeder Marktstand, jeder Kontakt an der Haustür. Die neuesten Umfragen sehen die Grünen bei 23 Prozent, „das ist nicht unser Limit, sondern unser Sprungbrett“, so sieht es Frank Ritthaler. Diesen Ball griff Daniel Belling gerne auf, „bei unseren Terminen in den letzten Wochen haben wir erlebt, die Leute wollen ein anderes Angebot haben“. Er betonte, „wir sind nicht mehr die Ökos aus den 80er Jahren, wir haben jetzt 15 Jahre Regierungserfahrung. Und mit Cem Özdemir haben wir ein Spitzenangebot, während die CDU glaubt, das hier sei ihr sicherer Hinterhof“. Belling ging noch auf Details der Kampagne ein, die er als „noch nie so klug und gut durchdacht wie dieses Mal“ einschätzt. Sie stellt den Cem Özdemir, den Schwaben aus Bad Urach, in den Mittelpunkt mit dem Slogan „der kann es“. In den nächsten sechs Wochen warten große Herausforderungen auf uns, „es wird kalte Nasen, Ohren und Füße geben. Wir versuchen, die noch Unentschiedenen zu erreichen, deshalb müssen wir alles geben“. Daniel Belling präsentierte auch die Flyer, die im Haustürwahlkampf eingesetzt werden und gab dazu viele wichtige Tipps. Und auch das neue Wahlkampf-Navi stellt er vor, das direkt live und in Farbe am Handy ausprobiert werden konnte.
Trotz vieler Absagen im Vorfeld (gleichzeitige Kreistagsklausur etc.) war die Beteiligung ausnehmend zahlreich: Eine starke, vielfältige Truppe mit viel Tatendrang verabschiedete sich sehr motiviert und mit klarem Wahlkampfauftrag.

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