Am 1. Oktober nahm der neu gewählte Landrat Andreas Junt die Amtsgeschäfte auf. Das war der Beginn einer neuen Ära. Altbekannt sind jedoch die anstehenden Probleme des Landkreises, die nun angegangen werden müssen. Der letzte Haushalt für das laufende Jahr 2025 wurde vom Regierungspräsidium nicht genehmigt. Die Mehrheit im Kreistag hatte die Zustimmung zu einer erforderlichen Erhöhung der Kreisumlage verweigert. Dies führte dazu, dass der Landkreis in diesem Jahr nur Pflichtaufgaben wahrnehmen konnte. Nun steht der Haushalt 2026 an. Wird sich diese Misere wiederholen?
Die Entscheidung über die Geriatrische Reha in Horb wurde bis nach der Landratswahl verschoben. Diese Einrichtung der KLF leistet hervorragende Arbeit und der Bedarf ist vorhanden. Aufgrund der geringen Bettenzahl kann dort jedoch nicht kostendeckend gearbeitet werden und es entsteht ein jährlicher Abmangel von 1,6 Millionen Euro.
Wird es gelingen, eine akzeptable Lösung zu finden?
Schließlich stellt sich die Frage, wie es im Freudenstädter Krankenhaus weitergehen soll.
Dort gibt es mehrere exzellente Fachabteilungen, die eine qualitativ sehr hochwertige Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Der Abmangel der gesamten KLF betrug im letzten Jahr jedoch 18 Millionen Euro. Der Landkreis muss diese Kosten tragen. Durch die Krankenhausreform soll das besser werden. Doch wird es gelingen, die Fachabteilungen auf diesem hohen Niveau weiterzuführen, wenn die sogenannten Leistungsgruppen für die einzelnen Abteilungen eingeführt werden? Wird genügend Personal im pflegerischen und im ärztlichen Bereich zu gewinnen sein? Oder führt diese Reform zu einer Herabstufung des Krankenhauses und damit zu einer Einschränkung der Leistungen für die Patienten?
Wir, die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, wünschen dem neuen Landrat jedenfalls viel Energie, Kraft, Mut und eine glückliche Hand für seine neuen Aufgaben.
Lutz Wäckers, Kreisrat
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