Freudenstadt. Am 7. Juli besuchte Sara Haug, die Bundestagskandidatin der Grünen, den Campus Schwarzwald. Der Geschäftsführer Stefan Bogenrieder hatte in der Physikerin eine aufmerksame und neugierige Zuhörerin.
Übergeordnetes Ziel des Campus ist, die Firmen der Region und die Wissenschaft zusammenzubringen. Mit der Universität Stuttgart und der Hochschule Pforzheim laufen „Digitalisierte und nachhaltige Wertschöpfung“ im Masterstudium Maschinenbau bzw. berufsbegleitende Angebote wie „Smart Systems Engineering“ oder „Innovationsmanagement“. Auch das Fraunhofer Institut ist mit beteiligt. Die Unternehmen der Region stemmen den Großteil der Finanzierung und stellen auch Dozent*innen.
„Es ist schwierig, von der Politik im ländlichen Raum wahrgenommen zu werden“, stellt Bogenrieder dar. Sichtbar stolz zeigte Herr Bogenrieder „seinen“ Campus und führte durch die hellen, offenen Seminar- und Arbeitsräume. Spannend ist die Arbeit an digitalen Zwillingen der von verschiedenen Firmen in der Halle aufgebauten Maschinen. Sie können z.B. vor der Inbetriebnahme kontrolliert werden und Metadaten liefern. Große Themen sind Ultraeffizienz (kein Abfall, keine Emissionen, kein Lärm), Energie (Wie wirkt sich die Energiewende aus?), Material, Kreislaufwirtschaft, Künstliche Intelligenz, selbstlernende Systeme, Gebäudevernetzung und Sicherheit.
Der Campus beteiligt sich auch an Forschungsprojekten: Grüner Wasserstoff aus Holzabfällen, Lignin (Holz) für Kunststoffindustrie, Massentauglichkeit von Brennstoffzellen; Transferzentrum 5G für kleinere und mittelständische Unternehmen. „Die Vielfalt der Themen ist beeindruckend. Gerade das Thema Grüner Wasserstoff wird aus meiner Sicht in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Als Physikerin ist mir die Umstellung auf erneuerbare Energien sehr wichtig. Wenn man auch im Winter bei geringem Wind eine erneuerbare Energieversorgung sicherstellen will, könnte Wasserstoff eine Lösung sein. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Projekt entwickelt“, erzählte Sara Haug.
Die großzügigen Räume werden auch an Start-Ups vermietet, die können das Labor nutzen und Kontakt zu den beteiligten Firmen knüpfen. Auch an eine Zusammenarbeit mit Schulen ist gedacht, um das Interesse für naturwissenschaftliche Fächer zu fördern.
Sara Haug zeigt sich begeistert von so viel Engagement für eine nachhaltige Zukunft und nimmt gerne den Auftrag mit, für Anerkennung und Unterstützung zu sorgen.

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