Haben denn die Grünen nichts anderes im Sinn?
Obwohl die Hitze und Trockenheit in diesem Sommer drastisch zeigt, wo es in Zukunft hingehen wird, scheinen viele nicht zu wissen zu wollen wie ernst es ist.
Die einen stellen die Migration als viel wichtigeres Thema dar, sehr oft ist zu hören, dass wir in Deutschland nur einen winzigen Teil zur Erderwärmung beitragen würden. Manchem ist das wenige, was bisher lief, schon zu viel. Und trotz ständigen Klagen über die Regierung in Land und Bund warten viele drauf was „die da oben“ es schon richten werden.
Der Kampf gegen die Klimawandel ist aber kein Luxus, sondern die einzige Möglichkeit die Erde für Menschen und Tiere weiterhin bewohnbar zu halten. Auch wenn es jetzt kühler wird, und Regen erwartet wird, -wenn Sie das lesen hoffentlich schon gefallen ist- gelöst ist damit nichts.
Wir müssen auf allen Ebenen deutlich mehr tun. Doch daran hapert es. Die Bundesregierung setzt andere Prioritäten, und auch ein grüner Ministerpräsident kann in der Koalition nicht alles umsetzen. Unser Landkreis hat mit viel gutem Willen gute Beschlüsse gefasst. Nur fehlt für die Umsetzung oft das Geld. Unseren Städten und Gemeinden geht es genau so.
Wir müssen aber nicht auf die Regierung warten, wir alle können und müssen selbst sehr viel zur Sicherung unserer Lebensgrundlage beitragen.
Es sind die vielen Kleinigkeiten, die in der Summe den Erfolg bringen. Dazu muss nicht endlos viel Geld investiert werden, es muss kein Haus abgerissen oder teuer saniert werden, und kein Auto vorzeitig verschrottet werden.Wir können die Klimaanlage im Auto ein paar Grad wärmer stellen oder die Heizung daheim ein Grad weniger warm. Mal zu Fuß gehen statt mit dem Auto zu fahren, oder den ÖPNV nehmen. Oder wir machen die nächste Wanderung im Nationalpark statt am Bodensee.
Wir könnten weniger Fleisch essen und damit der Umwelt und der eigenen Gesundheit nutzen. Im Garten einen Baum pflanzen statt den Rasen zu trimmen. Möglichkeiten ohne Ende. Wir müssen es nur machen! Und wir müssen uns im Klaren sein, dass auch die kleinen Dinge großes schaffen können.
Also ja: Schon wieder das Klima!
Und vermutlich noch lange. Denn der Klimawandel wird sich nicht darum kümmern, ob wir gerade lieber über ein anderes Thema sprechen.
Dr. Michael Fischer, Kreisrat
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