Grüne leiten den Generationswechsel ein – Neuer Vorstand gewählt!

Der Kreisverband der Grünen leitete mit den turnusgemäßen Neuwahlen einen Generationenwechsel im Vorstand ein. Als Nachfolgerin für Esther Kiessling wurde der erst 26-jährige Luis Schneiderhan einstimmig zum neuen Co-Vorsitzenden zusammen mit Frank Ritthaler gewählt. Schneiderhan saß schon mit 19 Jahren im Gemeinderat in Horb, er galt als eine der größten politischen Nachwuchshoffnungen. Dann zog es den jungen Horber für sechs Jahre nach Berlin, um Psychologie zu studieren. Nach seinem erfolgreichen Abschluss arbeitete Schneiderhan in der Jugendhilfe u.a. mit suizidgefährdeten Jugendlichen. Die Sehnsucht nach der Familie und der Heimat ließen ihn schließlich nicht mehr los- und so kehrte er nun wieder zurück nach Horb. Für die Grünen im Kreis ist er ein Glücksfall, mit seinen kommunalpolitischen Erfahrungen, seiner Jugend, aber auch seinen Kontakten nach Berlin. Und so wurde Schneiderhan von dem Vorschlag von Wolf Hoffmann, ihn als Co-Vorsitzenden zu nominieren, zwar zunächst überrascht. Aber Luis Schneiderhan musste nicht lange nachdenken und erklärte sich bereit, zu kandidieren. Schneiderhan folgt auf Esther Kiessling, die seit 2019 als Co-Vorsitzende an der Spitze des Kreisverbands steht. Aus persönlichen Gründen will Esther Kießling in Zukunft ein bisschen kürzer treten, steht dem Kreisverband aber als Beisitzerin mit ihrer riesigen kommunalpolitischen Erfahrung weiter zur Verfügung. Frank Ritthaler, der als Co-Vorsitzender ebenfalls einstimmig gewählt wurde, dankte seiner Kollegin für die fruchtbare Zusammenarbeit im Vorstand und überreichte ihr eine Rose für ihren Garten. Um den Weg für Luis Schneiderhan frei zu machen, mussten die anwesenden weiblichen Mitglieder der Grünen zustimmen, dass ein männlicher Kandidat den ersten Listenplatz besetzen darf.

Auch der langjährige Kassierer, Wolf Hoffmann, hatte sein Amt bereits in der letzten KV zur Verfügung gestellt, für ihn wurde Larissa Auberger zur Nachfolgerin gewählt. Für Auberger gab es ebenfalls gute Wünsche zum Start und eine Rose von Frank Ritthaler. Als Beisitzer machen Elisabeth Gebele, Dr. Michael Fischer, Lutz Weinbrecht und Elvira Schäffer-Hornbach weiter. Neue Beisitzer sind Esther Kiessling, Michael Derbort, Maya Groß und Klaus Klapp. Die beiden erfahrenen Kassenprüfer Markus Scherer und Frank Weitkamp wurden ebenfalls einstimmig wiedergewählt. Als Delegierte für die Landesarbeitsgemeinschaft Frauen werden Clarissa Fahrner-Züfle und Esther Kiessling gewählt. Bei der Bundesdelegiertenkonferenz Anfang Dezember in Berlin vertreten René Auberger und Christoph Hermann den Kreisverband.

Daniel Belling gratulierte allen Gewählten und dankte Esther Kiessling, Claudia Harrison, Wolf Hoffmann und Frank Ritthaler für ihre engagierte Arbeit. „In diesen langen Jahren habt Ihr die Grünen entscheidend nach vorne gebracht“, ist sich Daniel Belling sicher. Ein Beispiel für diese große Einsatzbereitschaft ist das „Grüne Wohnzimmer“,  das aus einem ehemaligen Ladenlokal in bester Lage am Freudenstädter Marktplatz mit viel Eigenarbeit entstanden ist. Hier findet nun die Kreisgeschäftsstelle ihren Platz, aber auch das Abgeordnetenbüro von Daniel Belling und seinen beiden Mitarbeiterinnen. „Damit zeigen wir, wir sind da, wir sind ansprechbar, wir nehmen Bürgerbeteiligung ernst“, sagte Belling. Zugleich werde die Arbeit im Landtag schwieriger, die Spannungen nähmen zu, berichtete Belling, der auch Mitglied im Haushaltsausschuss ist.

Er habe in den ersten Monaten bereits mit vielen Bürgermeistern gesprochen, die Lage sei prekär. Die Kreisumlage im Landkreis Freudenstadt sei mit 41,7 Prozent die höchste in ganz Baden-Württemberg. Die Landesregierung habe beschlossen, den Kommunen die Möglichkeit zu schaffen, dass sie sich zu den Bedingungen des Landes verschulden können. Auch Investitionen in den Klimaschutz sollen besser gefördert werden. In Brüssel hat Belling erste Kontakte geknüpft, „wie gehts weiter mit der Automobilwirtschaft“, eine für Baden-Württemberg besonders wichtige Frage. Was wird aus dem Standort Neckarsulm? Wie reagiert die EU-Kommission auf die hoch subventionierten Importe aus China? Spannend werde es bei der Landesdelegiertenkonferenz der Grünen in Offenburg an diesem Wochenende, denn die beiden bisherigen Parteivorsitzenden Lena Schwelling und Pascal Haggenmüller kandidieren nicht mehr. Clara Wellhäußer und Jan-Lukas Schmitt wollen die Nachfolge antreten.
Gerade den vielen neuen Mitgliedern der Grünen im Kreis empfahl Belling die  Landesarbeitsgemeinschaften, eine Übersicht ist auf der Homepage der Grünen in Baden-Württemberg zu finden. „Das ist ein niederschwelliges Angebot mit vielen Facharbeitsgemeinschaften und wir sind eine Mitmachpartei, also nutzt diese Gelegenheit“.
Michael Fischer berichtet aus dem Regionalrat – es geht um Gewerbegebiete und Elisabeth Gebele erzählt aus dem Kreistag, wo es in den letzten Wochen vor allem um die Standorte für die Müllentsorgung ging, ein sehr emotionales Thema. Albrecht Ortmann kam gerade aus einer Gemeinderatsitzung in Freudenstadt, dort ging es vor allem um die Investitionen ins Panoramabad, die Schulen und die Sporthallen.

Und dann ist da natürlich noch das „Event des Jahres“- die Eröffnung des Grünen Wohnzimmers am 7. November 2026. An diesem Tag wird es um 12 Uhr einen Empfang für Gäste aus der Politik und der Zivilgesellschaft geben, ab 13 Uhr ist dann das Grüne Wohnzimmer ein offenes Haus für alle.
Wegen der beengten Platzverhältnisse bittet die Geschäftsführung um Anmeldung für den Empfang (von 12-13 Uhr) spätestens bis zum 30.Oktober 2026 an buero@gruene-freudenstadt.de. 

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